Wie lernt man eigentlich richtig?

Wer seine Hefteinträge einfach nur durchliest und die Vokabeln im Buch anschaut, der hat leider noch nicht gelernt, sondern nur sein Gewissen beruhigt. Auch Lernen will gelernt sein!

Richtiges Lernen – Voraussetzungen

1. Der ordentliche Arbeitsplatz

Ein aufgeräumter Schreibtisch ist ganz wichtig, um gut lernen zu können. In der Schule hat man viele Bücher und Hefte, doch wenn die alle auf dem Schreibtisch lägen, würde das reinste Chaos herrschen. Man sollte sich angewöhnen, Material, das man gerade nicht braucht, so zu verstauen, dass sie auf dem Schreibtisch keinen Platz wegnehmen.

Wenn man am Schreibtisch arbeitest, sollte man auch alles, was einen ablenkt, vermeiden. Das bedeutet: Fernseher aus, Musik aus, Spielsachen vom Tisch!

Hat man die Hausaufgaben erledigt oder ist mit dem Lernen fertig, dann sollte man den Schreibtisch auch wieder aufräumen, bevor man etwas anderes macht. So findet man am nächsten Tag nämlich einen sauberen Arbeitsplatz vor, und verschwendet nicht unnötig Zeit zum Aufräumen.

2. Organisation und Ordnung

Die Ordnung auf dem Schreibtisch ist wichtig, aber es ist auch wichtig, dass der Kopf „aufgeräumt“ ist. In der Schule bekommt man in vielen Fächern Hausaufgaben auf und die kann man sich alle gar nicht merken. Deshalb ist es wichtig, dass man ein Hausaufgabenheft führt. Dann kann man immer nachschauen, was noch zu tun ist und was man schon geschafft hat.

Neben den Hausaufgaben ist es aber auch wichtig, dass man sich die Termine für die Proben notiert. Am besten eignet sich dafür eine kleine Jahresübersicht, die man sich über den Schreibtisch aufhängen kann. So sieht man af einen Blick, wann die nächste Probe ansteht und wie viel Zeit man noch zum Lernen hat.

Außerdem sollte man sich seine erhaltenen Zensuren notieren. So weiß man nämlich immer, auf welcher Note man gerade steht und für welches Fach man sich nun besonders ins Zeug legen sollte.

3. Hausaufgaben machen ist nicht Lernen

Hausaufgaben werden vom Lehrer gegeben, damit man den Unterrichtsstoff noch einmal wiederholen kanns. Lernen ist aber etwas Anderes! Lernen bedeutet, dass man freiwillig Übungen macht oder nachliest, wie etwas funktioniert.

Oft reichen die Hausaufgaben alleine nicht aus, um ein Schulthema gut zu können. Wenn man ohnehin weiß, dass man etwas nicht so gut kannst, dann sollte man freiwillig üben, bis man sich in sicher ist. Wenn man etwas gut kann, hat man nämlich auch keine Angst vor Schulaufgaben, Extemporalen oder Abfragen.

4. Schulaufgabenvorbereitung

Und da sind wir auch schon beim nächsten Thema: Wie bereitet man sich richtig auf eine Schulaufgabe vor? Das Wichtigste wissen wir nun ja schon! Man hat sich den Termin in den Kalender geschrieben. Der Lehrer hat auch schon gesagt, was alles in der Probe drankommt. Was jetzt wichtig ist: Mindestens eine Woche vor dem Termin mit dem Lernen anfangen!

Beginnt man erst einen Tag vor der Schulaufgabe damit, hat man schlichtweg nicht genug Zeit den kompletten Stoff zu wiederholen. Es fehlt einem Übung und damit Sicherheit. Wenn man jedoch früh genug mit dem Lernen anfängt (und Hausaufgaben machen zählt da nicht dazu!), dann hat man auch noch genug Zeit, sich von Lehrern oder Mitschülern noch einmal etwas erklären zu lassen.